Als ich in Bonn studierte, gab es einen Professor, der sagte: „Die anderen Wissenschaften halten die Rechtswissenschaft ja eher für ein Handwerk.“. Ein kluger Satz, denn die Interessenvertretung für einen Mandanten greift einerseits auf die Werkzeugkästen der Gesetze und Prozessordnungen, der Sprache und Strategien zurück, andererseits bedarf es Kreativität und Phantasie bei der Anwendung und dem Entdecken neuer Lösungsmöglichkeiten. Hand, Hirn und Herz sind daher die Elemente, die einen Rechtsanwalt ausmachen. Und nicht von ungefähr sehen Sie auf meiner Website daher viele Motive mit Händen in Aktivität.
Nun wollen Sie aber mehr über mich und meinen Lebensweg erfahren. Eine Reise, die teilweise durch Zufälle auf neue und prägende Wege führte.
Geboren bin ich 1967 in Koblenz, aufgewachsen in Lohmar. Nach dem Abitur am Städtischen Gymnasium Zum Altenforst Troisdorf begann ich 1986 das Studium der Rechtswissenschaften in Bonn. Von 1988 bis 1990 unterbrach ich mein Studium für den Zivildienst in einem Altenzentrum, um dann mein Studium in Bonn wieder aufzunehmen und 1993 mit dem ersten Juristischen Staatsexamen abzuschließen.
Beim anschließenden Referendariat in Köln absolvierte ich Stationen unter anderem im persönlichen Büro des Kölner Regierungspräsidenten Dr. Franz Josef Antwerpes und lebte sechs Monate in Brüssel, um dort das praktische europäische Wirtschaftsleben in einer belgischen Anwaltssozietät bei Rechtsanwalt Christoph Kocks kennen zu lernen.
Seit 1990 war ich nämlich auf der politischen Ebene Europas tätig. Angefangen habe ich im Bereich Information der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland in Bonn. Dort habe ich später dann in Publikationsprojekten mitgewirkt oder Infomobil-Touren durch deutsche Städte koordiniert. Seit 1995 setze ich diese Tätigkeit im Team Europe, dem Rednernetzwerk der Europäischen Kommission, fort.
Ebenfalls 1995, nach dem erfolgreichen zweiten Staatsexamen, zog ich nach Berlin und begann in der Geschäftsstelle Berlin der BvS Bundesanstalt für vereinigungsbedingte Sonderaufgaben, als einziger Referent für Rechtsfragen - ein Sprung ins kalte Wasser des wirtschaftlichen Lebens. Anfang 1998 begann ich wegen der absehbaren Beendigung der Aufgaben der BvS als selbständiger Rechtsanwalt in Berlin.
Im Jahr 2000 begab sich dann ein weiterer Zufall: ein Abendessen führte zur Verwirklichung meiner Idee eines gemeinsamen Tag der offenen Tür der Botschaften in Berlin. Seit dem ersten ALL NATIONS FESTIVAL im Jahr 2001 habe ich es mit Angelika Hirschmann jedes Jahr geschafft, diesen Traum Wirklichkeit werden zu lassen. Inzwischen eine Berliner Tradition und Einzigartigkeit freuen wir uns jedes Jahr über die Freude der Berliner, der Gäste und der Diplomaten an diesem Ereignis. Viele andere Projekte sind schon aus dieser Aktivität erwachsen. Hier kann ich meine kreative und kommunikative Ader ausleben.
Anwaltlich habe ich nun Erfahrungen aus einigen Berufsjahren, zwei Sozietäten und bin froh, seit 2004 wieder allein selbständig tätig zu sein. So allein aber auch nicht, da ich stets auf ein Netzwerk verschiedener Kompetenzen für meine Mandanten zurückgreifen kann.
Aus diesem Lebensweg erklärt sich also, welche Rechtsgebiete ich bevorzugt bearbeite und warum ich mich als juristischen Generalist mit Spezialgebieten, als PR-Mensch und Kreativer auf dem zweiten Bildungsweg verstehe.









